Ihr Lieben…
„Mit 46 Jahren – da fängt das Leben an. Mit 46 Jahren, da hat man Spaß daran!“
Oder so ähnlich. 😄 Der 10. Juli ist wieder da – und ich bin wieder ein Jahr älter. Ich dachte mir: Machen wir doch mal einen Jahresrückblick. Eine Bestandsaufnahme. Ein Manifest.
Ein Schatten über dem Geburtstag
Die Freude auf meinen Geburtstag wurde in diesem Jahr dezent überschattet. Ein guter Freund von mir – Anfang 40 – ist Ende Juni mit einem Herzstillstand umgekippt und liegt seitdem im künstlichen Koma.
Ich kenne die genauen Umstände nicht. Und ich möchte an dieser Stelle auch nicht mutmaßen – weder darüber, ob sein Lebensstil eine Rolle gespielt hat, noch ob eine Vorerkrankung dahintersteckt. Das steht mir nicht zu.
Was ich jedoch sagen kann: Ich bin jetzt in einem Alter, in dem solche Dinge häufiger passieren. Zumindest wird mir das häufiger als mir lieb ist von Kunden berichtet.
Diese Häufung von gesundheitlichen Nachrichten aus meinem Umfeld möchte ich als Anlass nehmen – um mir mein Geburtstagsmanifest von der Seele zu schreiben. Es geht um meine persönliche Meinung zu Gesundheit. Um meine. Und um eure. Und darum, dass es eure – und ganz allein eure – Aufgabe ist, euch darum zu kümmern.
Sommer, Hitze und ein Kunde über 70
Wem es aufgefallen ist: Es ist Sommer. Und für den ein oder anderen ist diese Hitze schlicht „unerträglich.“
Hier kommt kein Tutorial wie man die Wohnung runterkühlt. Mein Ansatz ist langfristig – und natürlich geht es um Sport.
Ich habe einen Kunden. Er ist über 70. Ihm scheint die Hitze nichts auszumachen. Er fährt jeden Tag mehrere Kilometer mit dem Rennrad, kommt zweimal pro Woche ins Fitlab zum Personal Training – und erfreut sich ansonsten seines Lebens. Er nimmt keine Medikamente. Er ernährt sich gut.
Und genau das ist es, was ich euch sagen will: Dass es einem gut geht, dass man besser mit solchen Temperaturen klarkommt – das muss man sich erarbeiten. So leid mir das für viele Menschen tut.
Wir müssen etwas tun. Damit wir gesund sind. Damit wir im hohen Alter fit sind. Das Ziel sollte sein: so lange wie möglich ohne Medikamente auszukommen – nicht weil Medikamente schlecht sind, sondern weil wir nach der Ursache schauen sollten und nicht nur das Symptom bekämpfen.
There is no Finish Line
Als ich vor über 10 Jahren als Personal Trainer in Stuttgart angefangen habe, dachte ich immer: Es muss der perfekte Trainings- und Ernährungsplan sein. Die optimale Periodisierung. Das beste Programm.
Heute weiß ich: Dranbleiben ist der einzige Schlüssel zum Erfolg.
Du kannst den besten Plan der Welt haben – wenn du ihn nur zwei Wochen durchhältst, bringt er dir herzlich wenig. Meine Allzweckwaffe ist und bleibt dieselbe: Regelmäßiger Sport. Gute Ernährung. Die richtigen Supplements. Und Konstanz.
Es gibt keine Ziellinie. Kein Finish. Kein „jetzt bin ich fertig.“
There is no Finish Line.
Gesundheit ist kein Projekt. Es ist eine Lebensweise.
Körperbild, soziale Medien und zwei gefährliche Extreme
Ich möchte noch etwas teilen – etwas das mir schon länger auf dem Herzen liegt.
Vorab möchte ich eines klarstellen: Eine zweite Person sollte niemals über das Aussehen einer anderen urteilen. Niemals. Egal wie diese aussieht.
Aber ich möchte trotzdem ehrlich sein:
Übergewicht sollte kein positiv bewerteter Lebensstil sein. Nicht weil Aussehen zählt. Sondern weil es sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Früher oder später. Unweigerlich. Die WHO stuft Übergewicht und Adipositas als wesentliche Risikofaktoren für vorzeitigen Tod ein. Das ist keine Meinung – das sind Fakten.

Was wir täglich als „Normal“ präsentiert bekommen, formt unbewusst unsere Erwartungen an den eigenen Körper. Wenn selbst Schaufensterpuppen Wettkampfkondition haben – was vermitteln wir dann unseren Kindern? 🤔🖤
Was das jedoch auf gar keinen Fall bedeutet: dass wir alle einem Schönheitsideal hinterherlaufen müssen. Denn das ist die Kehrseite der Medaille. Wenn ich mir die Schaufensterpuppen in der Breuninger-Abteilung so anschaue, könnte man meinen, es wäre easy, so auszusehen als würde man im neuesten Avengers-Film Thor spielen. 😄
Wir haben also zwei Extreme – und beide werden gerade jungen Menschen täglich über soziale Medien eingetrichtert:
Auf der einen Seite: Es ist völlig in Ordnung, stark übergewichtig zu sein – Hauptsache happy.
Auf der anderen Seite: Du musst 4% Körperfett haben und dein Bizeps muss so groß sein wie dein Kopf.

Beides geht auf die Gesundheit. Und gerade bei der Gruppe der 16- bis 25-jährigen Männer geht man aktuell davon aus, dass der Missbrauch von Steroiden bei 15 bis 25 Prozent liegt. In stark muskelorientierten Studios schätzen Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie den Anteil sogar auf bis zu 50 Prozent.
Soweit dazu.

Kleines Experiment: Wir haben Damen gefragt was sie von diesem Körper halten. Die Mehrheit: „Knuffiger Dad Bod – typischer Vater-Körper.“ Was die meisten nicht wussten: Sie schauten gerade auf den amtierenden Mr. Olympia Chris Bumstead. An alle Väter da draußen – wenn das der neue Standard ist, dann gute Nacht. 😄🖤
Mein Fazit zum 46. Geburtstag
Mir war es ein persönliches Anliegen, diese Gedanken mit euch zu teilen. Vielleicht liegt es an den aktuellen Ereignissen in meinem Umfeld. Vielleicht werde ich auf meine älteren Tage einfach sentimentaler. 😄
Aber meine Mitmenschen liegen mir am Herzen. Und meine eigene Geschichte hat mir gezeigt, wie wichtig Sport ist – nicht nur für den Körper, sondern für alles.
Daher kann ich euch von Herzen eines ans Herz legen:
Kümmert euch selbst um eure Gesundheit und euer Leben. Denn ihr habt nur eines.
„Wir haben zwei Leben – und das zweite beginnt, wenn wir erkennen, dass wir nur eines haben.“
Bleibt gesund. 🖤
Euer Dani – aus dem Fitlab im wunderschönen Heusteigviertel
PS: [BE Healthy]→ Jeder Kauf spendet Leben.

Eigenlob stinkt bekanntlich – also lassen wir andere reden. 😄 Danke von Herzen für diese Worte – sie bedeuten mir mehr als jeder Titel. 🖤

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