Ihr fragt – Personaltrainer Stuttgart antwortet: Adipositas bei Kindern – was wirklich dahintersteckt

Ihr fragt – Personaltrainer Stuttgart antwortet: Adipositas bei Kindern – was wirklich dahintersteckt

Ich war neulich mit dem Auto unterwegs und habe im Deutschlandfunk einen Beitrag gehört, der mich sofort getriggert hat.
Die Überschrift:

„Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin warnt vor Folgen von Adipositas bei Jugendlichen.“

Und wer mich kennt, weiß: Alles, was Kinder betrifft, ist für mich ein roter Alarmknopf.

Ich mache meinen Job seit über zehn Jahren. Am Anfang war ich noch missionarisch unterwegs – jedem erklären, was gute und was schlechte Ernährung ist. Egal, ob er es hören wollte oder nicht.
Das mache ich heute nicht mehr. Ein Erwachsener hat genug Möglichkeiten, sich zu informieren und Verantwortung zu übernehmen.

Bei Kindern sieht die Sache völlig anders aus.
Kinder verlassen sich auf uns – ihre Eltern.

Und genau deswegen wird es kritisch, wenn das „neue Normal“ so aussieht:

  • iPad oder Smartphone als Babysitter

  • hochverarbeitete Lebensmittel mit „gesundem“ A oder B auf der Verpackung

  • tägliche Zuckerexplosionen

  • kaum Bewegung

All das zusammen macht Kinder krank. Und adipös.
Lasst uns also rein starten in das, was Google dazu am häufigsten fragt – und was wirklich dahintersteckt.


Ihr fragt: Ist Adipositas bei Kindern wirklich genetisch – oder ist das nur eine Ausrede?

Personaltrainer Stuttgart antwortet:
Ganz klare Antwort:

NEIN. Genetik entscheidet nicht über Adipositas.

Sie kann die Neigung erhöhen, aber sie bestimmt NICHT, ob ein Kind übergewichtig wird.
Die Hauptfaktoren sind:

  • zu wenig Bewegung

  • zu viele hochverarbeitete Lebensmittel

  • zu viel Zucker

  • zu wenig Struktur

  • zu viel Dopamin-Reizüberflutung durch Bildschirme

Es ist das Verhalten, nicht die Gene.


Ihr fragt: Warum sind Kinder aus ärmeren Haushalten häufiger übergewichtig?

Personaltrainer Stuttgart antwortet:

  1. Schlechte Ernährung ist billiger als gute Ernährung.
    Ultra-verarbeitete Lebensmittel kosten wenig und liefern viel Zucker – Obst, Gemüse und hochwertiges Protein dagegen sind teurer und brauchen Zeit.

    Kellogg’s Tresor Cerealien, gefüllt mit Schoko-Nougat, extrem kaloriendicht.

    Schoko gefüllt, Appetit geleert: Satt macht das nicht.

  2. Mehr Bildschirm, weniger Bewegung.
    Weniger Vereine, weniger sichere Spielräume, mehr Sitzen vor Monitor, Konsole und Handy.

  3. Chronischer Stress.
    Finanzielle Belastung erhöht Stresshormone – und Stress treibt das Hungersystem an. Cortisol hoch → mehr Fettaufbau.
    (Triple MG kann helfen)

  4. Fehlendes Gesundheitswissen.
    Kein Vorwurf – aber Ernährung, Bewegung und Schlaf sind sozial extrem ungleich verteilt.

  5. Schlechte Routinen von klein auf.
    Kinder lernen durch Nachahmen:
    Schokolade als Belohnung, Essen gegen Stress, Feierabendbier zum Abschalten – Strukturen, die sich tief ins Nervensystem einbrennen.


Ihr fragt: Was machen Eltern falsch – und was können sie wirklich beeinflussen?

Personaltrainer Stuttgart antwortet:

Viele Eltern nutzen iPad und Handy als Dauer-Unterhaltung.
Das Problem: Dauer-Dopamin.
Kinder werden abhängig von sofortiger Belohnung, verlieren Konzentration und bewegen sich weniger.

Nestlé Cookie Crisp – Kekse als Frühstücksflocken, extrem zuckerreich.

Kekse zum Frühstück? Für Kinder ein Desaster für Energie und Konzentration.

Und dann kommt das Frühstück:
Kellogg’s Frosties , Cookie Crisp, Toast mit Nutella – das ist biochemisch gesehen nichts anderes als Kuchen.
Zucker triggert das Belohnungssystem ähnlich stark wie Nikotin oder Kokain (auf das Gehirn – nicht suchtspezifisch).

Kellogg’s Frosties Cornflakes, stark gezuckertes Kinderfrühstück.

Mehr Zucker als Frühstück: Ein Energiecrash ist vorprogrammiert.

Dadurch entsteht der klassische Teufelskreis:
Zucker → Crash → noch mehr Zucker → keine Bewegung → Gewicht steigt → Konzentration sinkt → ADHS-Diagnose on top.

Mehrere Nutella-Gläser als Symbol für übermäßigen Zuckerkonsum bei Kindern.

Süßer Aufstrich, harte Folgen: Flüssige Kalorien, Zucker, Null Sättigung.

Das ist nicht „böse Absicht“.
Das ist fehlende Struktur – und die Verantwortung liegt bei uns Erwachsenen.


Ihr fragt: Wie viel Bewegung braucht ein Kind wirklich – und was passiert, wenn sie fehlt?

Personaltrainer Stuttgart antwortet:

Einfach gesagt:

Mehr. Viel mehr.

Kinder sollen ausprobieren, fallen, rennen, spielen, Grasflecken holen.
Sie sollen herausfinden, welcher Sport zu ihnen passt:

Team-Sportarten:
Fußball, Handball, Basketball, American Football, Volleyball
→ stark für Sozialkompetenz, Selbstbewusstsein, Motivation

Einzel-Sportarten:
Judo, andere Kampfsportarten, Schwimmen, Tennis, Fechten, Turnen, Golf
→ stark für Fokus, Koordination, Körpergefühl

Wenn Kinder Spaß an Bewegung finden, normalisiert sich fast alles:

  • Gewicht

  • Schlaf

  • Selbstwert

  • Hormonsystem

  • Konzentration

Und nein: Ein Kind, das 5 Euro in die Hand gedrückt bekommt, kauft sich kein Vollkornbrötchen und Wasser.
Es kauft sich einen Berliner und Kakao.
Weil es ein Kind ist.
Wir müssen den Rahmen setzen – nicht sie.


Ihr fragt: Sollte ich mein Kind zum Personaltrainer schicken – oder nicht?

Personaltrainer Stuttgart antwortet:

Ehrliche Antwort:

Der erste Weg sollte immer Vereinssport mit Gleichaltrigen sein.
Das ist für die Entwicklung eines Kindes Gold wert.

ABER – und das ist die Realität:
Viele Kinder haben Angst, weil sie dort gemobbt werden.
Viele fühlen sich dort nicht aufgehoben.
Viele dürfen nicht „die Langsamsten“, „die Dicksten“ oder „die Schlechtesten“ sein.

Hier kann Personaltraining sinnvoll sein:

  • geschützter Raum

  • keine Vergleiche

  • individuelle Betreuung

  • Selbstvertrauen aufbauen

  • Freude an Bewegung zurückholen

Ablauf wie immer:

  1. Erstgespräch

  2. Probetraining

  3. Das Kind entscheidet selbst

Das ist fair, sicher, gesund und sinnvoll.

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1 Kommentar

  1. Peter

    Tut weh zu lesen. Aber eher, weil es stimmt.
    Kinder werden nicht dick, weil sie faul sind oder schlechte Gene haben, sondern weil der Alltag oft genau das fördert.

    Antworten

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